AK BiS-Seminar: Willkommen in Kitzingen

AK BiS-Seminar: Willkommen in Kitzingen

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Der AKBiS hatte die Handwerksberater der Kammern und Verbände über den ZDH zum diesjährigen Seminar eingeladen. Viele waren dem Ruf gefolgt und haben sich in 3 Tagen mit der Krisenberatung und den entsprechenden Tools vertraut gemacht.

Wir bedanken uns bei der Handwerkskammer für Unterfranken, in deren Kammerbezirk wir zu Gast waren.

In Kitzingen tagten wir (nachdem wir wegen Corona kurzfristig einen Ausweichort für den ursprünglichen Ort Würzburg benötigt haben) in der Akademie des Deutschen Fastnachts-Museums.

Olaf Kittel bedankt sich bei HGF Ludwig Paul und dem Organisator vor Ort Michael Pfister

Für die gute Vorbereitung und Organsisation bedanken wir uns bei Olaf Kittel (HWK Frankfurt-Rhein-Main) und Michael Pfister (HWK für Unterfranken).

Nach der Begrüßung durch den HGF der Handwerkskammer Ludwig Paul und Ramona Wahner, der Leiterin der FastnachtAkademie, führten Olaf Kittel und Dr. Matthias Langner (HWK Wiesbaden) ins Thema ein.

Dr. Matthias Langner und Olaf Kittel gehören zu den Ansprechpartnern des Arbeitskreises und den dienstältesten Beratern im Arbeitskreis.

Zunächst stand der Überblick über den AKBiS-Standard und die Psychologie der Krisenberatung auf der Tagesordnung.

Im weiteren Verlauf wurden von den Mitgliedern des Arbeitskreises Tools für die Krisenberatung vorgestellt und im Ablauf zugeordnet.

Zur Sprache kamen u.a.:

  • Fragebogen für die Erhebung der wichtigsten Basisinformationen
  • Strukturierte Betriebsbegehung
  • Analyse Stundensatzrechnung
  • Ermittlung des Liquiditätsstatus
  • Strategieentwicklung mit Business Model Canvas
  • Marketingstrategie
  • Analyse- und Planungstools
  • Sanierungskonzept (Aufbau, Finanzplanung, Präsentation, Mustervorlage)
  • Broschüre und Checkliste „Erfolgreich durch die Krise“

Außerdem gab es vom Marktführer der Buchhaltungs-Lösungen (DATEV) per Videozuschaltung Informationen zu den Liquiditätsauswertungen der entsprechenden Programme (u.a. BWA mit Bewegungsbilanz und statischer Liquidität, Controlling-Report, Unternehmensplanung).

Für die Darstellung der Analyse und Planungsvorgänge und den Einsatz der vorgestellten Tools des AKBiS wurde ein durchgängiger Musterfall (SHK Betrieb) herangezogen, der beispielhaft analysiert und geplant wird.

Carsten Bonß (HWK Südthüringen) stellte den Beraterkollegen das Liquiditätstool vor, das den Status der Zahlungsfähigkeit feststellt. Außerdem präsentiert er ein Analysetool für den Betrieb, das Informationen über den notwendigen Stundensatz und die Produktivität des Betriebs liefert und Vergleiche zu Betriebsvergleichszahlen ermöglicht.

Für die Planung stellte er ein Tool für die Finanzplanung und die Planung des Mindestumsatzes über 3 Jahre vor.

Die Excel-Tools wurden den Teilnehmern im Nachgang per Cloud zur Verführung gestellt. Diese stehen auch zukünftig allen Handwerksberatern über die ZDH-Cloud Bis-Tech zur Verfügung.

Gemeinsam mit Walter Gossmann (LIV für das bayerische Bäckerhandwerk) informierte er über eine strukturierte Betriebsbegehung als Beratungseinstieg und Handlungsempfehlungen/Maßnahmen für Betriebe in der Krise (basierend auf der AKBiS-Checkliste, Download der Broschüre mit Checkliste hier). Ergänzend wurden auch andere Werkzeuge vorgestellt (Pareto-Prinzip, ABC-Analyse, Prozess-Modell, PDCA-Zyklus, Materialflussanalyse, Geschäftsmodellanalyse mit dem Business Model Canvas).

Carsten Bonß und Walter Gossmann liefern wertvollen Input für die Krisenberatung.

Walter Gossmann informierte zum Abschluss über das Thema Integrierte Finanzplanung und stellt eine Vorlage für ein Sanierungskonzept (Beratungsbericht) vor, die die verschiedenen Analysen zusammenführt und die geplanten Maßnahmen und deren Auswirkungen auf Rentabilität und Liquidität darstellt. Auch diese Vorlage steht des Handwerksberatern zukünftig für die eigene Arbeit zur Verfügung.

Dr. Matthias Langner (HWK Wiesbaden) gab dann noch einen Überblick über Ansatzpunkte im betrieblichen Marketing, um einen Betrieb in der Krise für die Zukunft besser aufzustellen.

Karen Steinert und Reinhold Heller, IKK classic

Abgerundet wurde das Programm durch Informationen der IKK Classic zum Thema „Behandlung von Beitragsrückständen“ (Referenten: Karen Steinert, Leiterin Geschäftsbereich Beitragsrückstand, Erfurt und Reinhold Heller, Bevollmächtigter für das Handwerk, Würzburg) und den Versicherer Münchner Verein (Referent: Achim Bögner, Regionaldirektor für Bayern und Thüringen, Münchner Verein) zum Thema „Absicherung der Handwerksbetriebe für Krisenzeiten“.

Achim Bögner, Münchner Verein

Die 3 Seminartage waren mit einem spannenden Programm vollgepackt. Das Feedback der Teilnehmer fiel einheitlich positiv aus. Die Werkzeugkiste des AK BiS wurde mit durchschnittlich etwa 8,5 Punkten auf einer Skala von 0-10 bewertet, so dass wohl jeder etwas für seine Alltagsarbeit in der Beratung der Handwerksbetriebe im Auftrag der Handwerkskammer oder des Verbandes mitnehmen konnte.

Die Zufriedenheit der Teilnehmer mit der Gesamtveranstaltung war dann auch anhand der Feedbackbögen zu erkennen. Das Seminar erreichte eine Gesamt-Beurteilung und Zufriedenheit zwischen 1,2 und 1,3. Vielen Dank an alle Teilnehmer für das positive Feedback.

Im Nachgang erhielten die Teilnehmer alle relevanten Unterlagen und Dateien per Cloud zur Verfügung gestellt. Die Handwerksberater haben auch über das Bis-Tech des ZDH Zugriff auf die AKBiS-Materialien (Handbuch, Roter Faden (Ablaufplan), Checklisten, Tools und Vorlagen).

Für das kommende Jahr ist wieder ein AKBiS-Anwenderseminar geplant, sowie Online-Seminare zu den einzelnen Excel-Tools, um die Handwerksberater tiefer in die dahinter liegenden Gedankengänge einzuführen, um entweder die Tools in der eigenen Arbeit anzuwenden oder die Ideen in eigene Tools zu integrieren.

Die AKBiS-Tools sind nur Angebote und Vorschläge, jeder Berater kann natürlich auch alternativ auf seine vertrauten Tools zurückgreifen, wenn diese den definierten Anforderungen des AKBiS-Standards gerecht werden.

Ansprechpartner für Interessenten und Rückfragen:

  • Olaf Kittel (HWK Frankfurt-Rhein-Main), E-Mail
  • Michael Pfister (HWK für Unterfranken), E-Mail